Wie ich mit Claude und ChatGPT eine komplette IT-Infrastruktur aufgebaut habe – ohne IT-Studium, dafür mit Leidenschaft und Durchhaltevermögen
Der Moment, der alles veränderte
Es begann mit einem frustrierenden Problem: Wir hatten mit Hilfe von KI-Tools wie Claude und ChatGPT eine professionelle Website für unser Unternehmen "Ein offener Blick GmbH" erstellt. HTML, CSS, JavaScript – alles selbst programmieren lassen, Zeile für Zeile. Die Website war fertig, poliert, bereit für die Welt. Doch dann kam der Schock: Unser Hoster konnte die Seite nicht hochladen.
Technische Inkompatibilitäten. Zu komplex. Nicht unterstützt.
In diesem Moment standen wir vor einer Wahl: Aufgeben und eine 08/15-Lösung nehmen? Oder den Weg nach vorne gehen?
Wir entschieden uns für die digitale Selbstständigkeit.
Dieser Entschluss war mehr als eine technische Notlösung – er war das Versprechen, unsere digitale Zukunft selbst zu gestalten.
Die Masterclass, die alles ins Rollen brachte
Ein Kollege aus der KI-Community hatte eine Masterclass über das Einrichten eines eigenen Servers aufgezeichnet. Während ich mir die Videos anschaute, dachte ich: "Das können wir auch." Nicht aus Übermut, sondern aus dem Wunsch heraus, endlich die Kontrolle über unsere eigene digitale Infrastruktur zu haben.
Also kauften wir einen HP EliteDesk 800 G3 Mini bei Amazon – klein, leise, stromsparend. Nicht irgendein aufgeblähter Rack-Server, sondern ein Mini-PC, der problemlos ins Wohnzimmer passt. Unser erstes richtiges Hardware-Investment in Richtung Zukunft.
Die Videos wurden zu unserem Fahrplan, jede Pause zum Moment, um neue Fragen an unsere KI-Begleiter zu formulieren.
Proxmox – Die Entdeckung der Container-Welt
Der erste große Meilenstein war die Installation von Proxmox. Für alle, die es nicht kennen: Proxmox ist ein Open-Source-Virtualisierungssystem, mit dem man auf einem physischen Server mehrere isolierte "Container" oder virtuelle Maschinen betreiben kann.
Stell dir vor, du teilst deinen Server in verschiedene Mini-Computer auf – jeden mit seiner eigenen Aufgabe, alle laufen unabhängig voneinander auf derselben Hardware. Das ist das Konzept von Containern, und es ist genial.
Mit jeder erfolgreichen Installation wuchs unser Vertrauen, doch zugleich merkten wir, wie wichtig klare Strukturen für die Umsetzung waren.
Unsere ersten Container-Experimente umfassten:
Gateway: Ein zentrales Gateway, das alle eingehenden Anfragen intelligent verteilt.
Blog-Backend: Ein Backend-System für unseren Blog, das Inhalte sauber ausliefert.
Automation: Automationstools für Geschäftsprozesse, damit wiederkehrende Aufgaben leise im Hintergrund laufen.
Private Cloud: Eine private Cloud-Lösung, wie Dropbox oder Google Drive – nur selbst gehostet.
Datenspeicher: Zentrale Datenspeicher für verschiedene Projekte, um Ordnung in unseren Datenbestand zu bringen.
Aber das war erst der Anfang.
Schritt für Schritt bauten wir aus Skizzen konkrete Services, die wir an einem Abend installierten und am nächsten Morgen bereits produktiv nutzten.
Die Telefonbot-Vision: KI trifft Telefonie
Während wir unsere Infrastruktur aufbauten, entwickelten wir parallel eine Vision: Einen KI-gestützten Telefonbot für Unternehmen. Nicht irgendein simples "Drücken Sie 1 für Support"-System, sondern ein intelligenter Bot, der echte Gespräche führt, FAQs beantwortet und Leads qualifiziert.
Für dieses Projekt kamen weitere spezialisierte Services hinzu – Schnittstellen zwischen Telefonie und KI, Workflow-Systeme und intelligente Datenbanken für KI-gestützte Wissenssuche.
Jeder Service hatte seine spezifische Aufgabe. Jeder musste mit den anderen kommunizieren können. Und das Ganze sollte stabil, sicher und skalierbar sein.
Wir lernten, in Systemlandschaften zu denken: Welche Komponenten dürfen ausfallen, welche müssen gespiegelt werden, wie dokumentieren wir jeden Schritt?
Und doch gab es immer wieder Momente, in denen uns die Technik noch einmal auf die Probe stellte.
Die dunklen Momente: Wenn nichts funktioniert
Wir wollen ehrlich sein: Es gab Momente, in denen wir dachten, wir schaffen das nicht.
Da war die Nacht, in der ich versehentlich einen wichtigen Entwicklungszweig gelöscht hatte. Stundenlange Arbeit – weg. Panik. Schweißausbrüche. Aber dann: Recovery-Prozesse, Schritt für Schritt zurück. Die Dateien waren noch da, sie mussten nur gefunden werden.
Da waren die unzähligen Backup-Versuche, die fehlschlugen. Wir wollten einen zweiten Server als Backup einrichten, falls der erste ausfällt. Verschiedene Backup-Systeme, Netzwerkverbindungen, die nicht aufgebaut werden konnten. Skripte, die halb funktionierten.
Da war der Datenbank-Wahnsinn. Wir wollten eine FAQ-Datenbank für unseren Telefonbot aufbauen. Das System lief, die Schnittstellen waren erreichbar – aber die Datenbank war leer. Kein Content. Keine Antworten. Stundenlang debuggte ich, nur um festzustellen: Ich hatte vergessen, überhaupt Daten hochzuladen.
Die Lernkurve war brutal. Docker, Proxmox, Linux, Networking, SSL-Zertifikate, Reverse Proxies, SSH-Keys, DNS-Records – jedes dieser Themen ist für sich genommen komplex. Alle zusammen? Überwältigend.
Aber weißt du was? Wir hörten nicht auf.
Mit jedem Tag wurde es etwas klarer. Mit jeder gelösten Fehlermeldung fühlten wir uns ein Stück stärker. Und vor allem: Mit jedem Chat mit Claude oder ChatGPT kamen wir einen Schritt weiter.
KI als Co-Pilot: Programmieren ohne Programmierkenntnisse
Hier ist die Wahrheit: Wir sind keine ausgebildeten Entwickler. Wir haben kein Informatikstudium. Aber wir hatten Claude und ChatGPT.
Diese KI-Tools waren nicht einfach nur Suchmaschinen. Sie waren unsere Code-Partner. Unsere Debugging-Helfer. Unsere geduldigen Lehrer, die uns Schritt für Schritt erklärten, wie Systeme miteinander kommunizieren, wie man Konfigurationen richtig setzt, wie man Netzwerkprobleme diagnostiziert.
Ein typischer Workflow sah so aus:
Wir beschrieben unser Problem in natürlicher Sprache.
Claude generierte den Code oder die Konfiguration.
Wir testeten alles direkt auf unserem Server.
Bei Fehlern kopierten wir die Fehlermeldung zurück in den Chat.
Claude analysierte das Problem und lieferte eine überarbeitete Lösung.
Repeat – bis es funktionierte.
Jeder Zyklus brachte neue Einsichten und half uns, Routine in unseren Entwicklungsalltag zu bringen.
Die wichtigste Lektion: KI kann nicht alles für dich machen. Aber sie kann dir den Weg zeigen. Sie kann dir die Angst vor komplexen Technologien nehmen. Sie kann aus kryptischen Fehlermeldungen verständliche Erklärungen machen.
Unsere Website? Komplett mit Claude programmiert. Unsere Workflow-Automatisierungen? Mit ChatGPT designt. Unsere Konfigurationsdateien? KI-generiert und dann iterativ verbessert.
Die Infrastruktur heute: Was läuft auf unserem Server?
Nach Monaten harter Arbeit, unzähligen Fehlversuchen und noch mehr Lernmomenten steht jetzt eine funktionierende Infrastruktur:
Produktive Services
Unsere Firmen-Website (einoffenerblick.de) ist komplett mit HTML, CSS und JavaScript umgesetzt, von KI generiert und heute selbst gehostet.
Der Blog liefert regelmäßige Inhalte und Updates, gesteuert über ein eigenes Backend.
Unsere private Cloud kümmert sich um Dateien, Kalender und Kontakte – sicher in unserem Netzwerk.
Business-Automation-Workflows unterstützen unsere Geschäftsprozesse und nehmen uns Routinearbeiten ab.
Und unser KI-Telefonbot entwickelt sich von Woche zu Woche weiter und ist bereits im Testbetrieb.
Infrastruktur & Sicherheit
Ein intelligentes Routing mit SSL-Zertifikaten, Subdomains und sauberem Traffic-Management hält alles zusammen.
Sichere Verbindungen ganz ohne direktes Port-Forwarding geben uns die notwendige Ruhe.
KI-Datenbanken sorgen für intelligente Suche und Antworten in unseren Services.
Und tägliche Backup-Systeme auf einer externen Festplatte sichern unsere Arbeit ab.
Alles läuft auf einem einzigen HP EliteDesk Mini-PC. Kein Cloud-Hosting. Kein monatliches Abo. Keine Abhängigkeit von externen Anbietern. Volle Kontrolle.
Was wir gelernt haben: Erkenntnisse aus der Praxis
Unsere Reise durch die Welt der Server-Infrastruktur und KI-Integration hat uns wichtige Lektionen gelehrt:
1. Perfektion ist der Feind des Fortschritts
Unsere erste Website war nicht perfekt. Unser erstes Setup hatte Optimierungspotenzial. Unsere ersten Skripte waren pragmatisch. Und das war okay. Besser ein funktionierendes System, das wir nach und nach verbessern, als ewig zu planen und nie zu starten.
2. Dokumentiere alles
Wir haben uns angewöhnt, jeden Konfigurationsschritt, jede Fehlerlösung, jeden erfolgreichen Befehl zu dokumentieren. Nicht in komplexen Wikis, sondern einfach in strukturierten Dateien auf unserem Server. Warum? Weil wir es in zwei Wochen garantiert vergessen hätten.
3. KI ist ein Werkzeug, kein Zauberstab
Claude und ChatGPT sind unglaublich mächtig, aber sie können nicht denken für dich. Sie machen Fehler. Sie "halluzinieren" manchmal Lösungen, die nicht funktionieren. Du musst verstehen, was du tust. Kopiere nicht blind Code, sondern lies ihn, teste ihn, hinterfrage ihn.
4. Die Community ist Gold wert
Ob KI-Community, Foren oder Discord-Server – andere Menschen haben die gleichen Probleme gehabt wie du. Nutze ihre Erfahrungen. Teile deine eigenen. Wir haben so viel von YouTube-Tutorials, Blog-Posts und Community-Wikis gelernt.
5. Scheitern ist Teil des Prozesses
Wir haben Systeme neu aufgesetzt. Datenbanken rekonfiguriert. Backups optimiert. Und jedes Mal haben wir etwas gelernt. Die Frage ist nicht, ob du Fehler machst, sondern ob du aus ihnen lernst.
Die Zukunft: Was kommt als Nächstes?
Unser Setup ist nicht "fertig" – und das wird es nie sein. Technologie entwickelt sich weiter, neue Ideen entstehen, neue Tools werden verfügbar.
Aktuelle Projekte:
Content-Automatisierung – Intelligente Systeme zur Informationsverarbeitung
Telefonbot-Optimierung – Bessere Spracherkennung, natürlichere Antworten
Hochverfügbarkeits-Setup – Redundante Systeme für maximale Zuverlässigkeit
Automatisierte Deployment-Prozesse – Effizienter von der Entwicklung zur Produktion
Aber vor allem: Wir möchten unser Wissen weitergeben.
Was bedeutet das für dich und dein Unternehmen?
Diese ganze Reise – von der Frustration mit unserem Hoster bis zur vollständigen Server-Infrastruktur – hat uns eines gelehrt: Die Zukunft gehört denen, die KI nicht nur nutzen, sondern verstehen.
Bei "Ein offener Blick GmbH" kombinieren wir diese praktische Erfahrung mit unserer Leidenschaft für KI und Automation. Wir wissen, wie es ist, vor scheinbar unlösbaren technischen Problemen zu stehen. Wir kennen die Momente der Frustration. Und wir kennen das Gefühl, wenn plötzlich alles funktioniert.
Unsere Services für dein Unternehmen:
🎯 KI & Automation Beratung
Du möchtest KI in deinem Unternehmen einsetzen, weißt aber nicht wo anfangen? Wir zeigen dir, welche Tools wirklich funktionieren und wie du Prozesse automatisierst – praxisnah und ohne Tool-Chaos.
💼 Business Coaching & Training
Ob LinkedIn-Strategie, Canva Pro für professionelle Designs oder produktive Arbeitsweisen – wir bieten interaktive Workshops für Teams und Einzelpersonen. Learning by doing statt PowerPoint-Marathon.
🤖 Individuelle KI-Lösungen
Brauchst du einen Telefonbot, eine Automatisierungslösung oder eine maßgeschneiderte KI-Integration? Wir entwickeln Lösungen, die zu deinem Business passen – nicht umgekehrt.
🎤 Vorträge & Keynotes
30-Minuten Impulsvortrag oder Halbtages-Workshop – wir bringen KI und Automation auf die Bühne deines Unternehmens. Inspirierend, verständlich, sofort anwendbar.
🥊 Strategisches Sparring
Du hast eine Idee, aber weißt nicht wie du sie umsetzt? Wir sind deine Sparringspartner – keine endlosen Coaching-Sessions, sondern konkrete Strategien und nächste Schritte.
Was uns unterscheidet:
Wir sind keine Theoretiker. Wir haben selbst erlebt, wie es ist, mit begrenztem Budget und ohne IT-Abteilung digitale Transformation zu leben. Wir kennen die Hürden, die Zweifel, die technischen Stolpersteine.
Aber wir kennen auch die Lösungen.
Und vor allem: Wir sprechen deine Sprache. Keine IT-Fremdwörter, kein Fachchinesisch. Nur klare Ansagen, praktische Lösungen und Tools, die wirklich funktionieren.
Lass uns gemeinsam deine digitale Zukunft gestalten
Diese Reise hat uns gezeigt: Mit den richtigen Tools, der richtigen Unterstützung und dem Mut anzufangen, ist fast alles möglich.
Du musst diesen Weg nicht alleine gehen.
Ob du gerade erst mit KI experimentierst, deine Prozesse automatisieren willst oder eine maßgeschneiderte Lösung brauchst – wir sind für dich da.
Buche ein kostenloses Erstgespräch und lass uns schauen, wie wir dein Business auf das nächste Level bringen können. Kein Verkaufsgespräch, keine leeren Versprechungen – nur ehrliche Einschätzungen und konkrete nächste Schritte.
Die Zukunft wartet nicht. Aber wir helfen dir, sie zu gestalten.